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Alle geeignet?

Erfüllen alle Feuerlöschgeräte die DIN EN 3?

Inzwischen sind in manchen Baumärkten und Discountläden Feuerlöschgeräte erhältlich, die als Löschspraydosen, Feuer-Stop, Firekiller oder Ähnliches bezeichnet werden. Es handelt sich hierbei nicht um Feuerlöscher! Diese Art der Feuerlöschgeräte muss nicht auf die Leistungsfähigkeit tragbarer Feuerlöscher nach DIN EN 3 geprüft werden. Sie entsprechen also nicht den Mindestanforderungen der DIN EN 3 und erfüllen keine, oder nur äußerst geringe, brandschutz- und sicherheitstechnische Anforderungen. Diese sog. Löschspraydosen sind meist nicht nur löschuntauglich, sondern können sogar eine Gefährdung des Benutzers herbeiführen.
Tests mit solchen Geräten haben z. T. erschreckende Ergebnisse geliefert:
  • Geräte, die als fettbrandgeeignet beworben werden, lösen bei einem Löschversuch eines Fettbrandes eine Fettexplosion aus, sodass ein Benutzer schwerste Verbrennungen erleiden und es zu einem erheblichen Sachschaden in der Küche kommen würde.
  • Die Geräte mit einer Füllmenge von einem ½ Liter haben eine Spritzzeit von 50 Sek., d. h., in 2 Sek. wird eine Löschmittelmenge, die dem Inhalt eines Schnapsglases entspricht, ausgebracht. Die Eindämmung eines Brandes ist mit solch geringer Ausbringrate nicht möglich und birgt somit eine unzumutbare Selbstgefährdung des Benutzers in sich.
  • Löschspraydosen, die mit der Eignung für die Brandklasse B (z. B. Benzin) werben, zeigen keine Löschwirkung an einem solchen Flüssigkeitsbrand.
  • Die Spritzweite solcher Spraydosen ist teilweise so gering, dass Verbrennungen der Hand schon beim erforderlichen Annähern an den Brandherd erfolgen.

  • Die Geräte tragen häufig keinerlei Hinweis auf Herstelldatum, Haltbarkeit oder Einsatzfähigkeit. Im Allgemeinen müssten die verwendeten Löschmittel nach spätestens zwei Jahren erneuert werden.

  • Die Leistungsfähigkeit solcher Geräte wird mit der Nennung bekannter Abkürzungen, wie TÜV oder DIN ISO beworben. Solche Hinweise haben aber keine Aussagekraft bezüglich der Löschleistung dieser Geräte. Nur durch die Innenministerien NRW und Sachsen zugelassene Feuerlöschgeräte sind geprüft und haben ihre Löschwirksamkeit nachgewiesen.