Brandschutz Chiemgau

Information

Nutzungsdauer

Die gewöhnliche Nutzungsdauer von Feuerlöschern liegt je nach Geräteart zwischen 20 und 25 Jahren. Daraus leiten sich Aussonderungsfristen ab, die nach Gerätearten unterschiedlich sind:

Pulver-, Wasser-, Schaumdauerdruckfeuerlöscher: 20 Jahre
Voraussetzung ist, dass nach 10 Jahren der TÜV lt. Druckbehälterverordnung durchgeführt wurde. (Kosten ca. 80,- €)
Pulver-, Wasser-, Schaumaufladefeuerlöscher: 25 Jahre
TÜV-frei, da derartige Feuerlöscher nicht ständig unter Druck stehen. beachten Sie, TÜV-Frei bedeutet nicht wartungsfrei!!!

Kohlendioxidfeuerlöscher: 25 JahreSofortige Ausschlussgründe sind Beulen oder Rost.

Unsere langjährigen Erfahrungen zeigen, dass auch bei normaler Nutzung von Feuerlöschern Materialveränderungen auftreten können, die im Einsatzfall eine Gefahr für den Benutzer darstellen. Überalterte Feuerlöscher bergen das Risiko, zu versagen oder sogar zu explodieren.

Grundsätzlich gilt immer: Wer zur Sicherheit des Betriebes bei seinen Feuerlöschern die unverzichtbaren Intervalle für Wartung und Instandhaltung einhält – spätestens alle 2 Jahre – ist auf der sicheren Seite.

Haftung

Haftung des Herstellers

Hersteller von Feuerlöschern sind aufgrund der bestehenden Rechtslage nicht nur berechtigt sondern verpflichtet, auf die Gefahren einer Verwendungsdauer über die empfohlene Lebensdauer hinaus hinzuweisen und den Austausch der Feuerlöscher ab diesem Zeitpunkt dringend zu empfehlen.

Haftung des Wartungsdienstes

Feuerlöscher müssen spätestens alle 24 Monate durch ausgebildete Sachkundige gewartet und instand gehalten werden.

Die erfolgte Wartung und Instandhaltung des Feuerlöschers dokumentiert der Sachkundige durch eine Prüfplakette auf dem Feuerlöscher und übernimmt damit die Gewähr für dessen Funktionssicherheit zum Zeitpunkt der Prüfung.

Er ist nicht nur berechtigt, die Prüfplakette zu verweigern, sondern im Falle einer Überschreitung der Lebensdauer sogar verpflichtet, die Verweigerung auszusprechen.

Erteilt er entgegen der Herstelleranweisung die Prüfplakette bei einem überalterten Feuerlöscher, droht neben einer zivilrechtlichen Haftung zusätzlich eine strafrechtliche Haftung, wenn überalterte Feuerlöscher beim Einsatz versagen und es infolge dessen zu Sach- oder gar Personenschäden kommt.

Haftung des Betreibers

In seiner Rolle als Betreiber der Feuerlöscher hat der Unternehmer zugleich die arbeitsrechtliche Pflicht zum Schutz seiner Mitarbeiter. Er handelt auf eigenes Risiko, wenn er trotz der Hinweise des Herstellers und der Verweigerung der Prüfplakette durch die befähigte Person einen überalterten Feuerlöscher weiter nutzt. Er haftet dann persönlich für Schäden, die durch den überalterten Feuerlöscher entstehen können. Das gilt auch dann, wenn er solange sucht, bis ihm ein Sachkundiger bzw. eine befähigte Person fälschlicherweise eine Prüfplakette für ein solches Gerät erteilt.

Richten Sie sich nach den Wartungs- und Instandhaltungsintervallen – spätestens alle zwei Jahre!

Dauerdruckfeuerlöscher nach 20 Jahren und alle anderen tragbaren Feuerlöscher nach 25 Jahren auszusondern!

Seien Sie kritisch bei der Auswahl des Wartungsdienstes. Brandschutz ist Vertrauenssache!

Anwendung

Wie bekämpfe ich Feuer?
In dieser Übersicht finden Sie die wichtigsten Prinzipien bei der Anwendung tragbarer Feuerlöscher. Selbstverständlich erhalten Sie bei jedem Kauf eines Feuerlöschers von uns eine Unterweisung. Wir kommen auch in Ihren Betrieb und schulen Ihre Mitarbeiter.

richtig

Auswahl

Die richtige Auswahl der Feuerlöscher

Feuerlöscher können Leben retten und erheblichen Sachschaden verhindern. Wird ein Brand im Haushalt frühzeitig entdeckt, kann er auch von Laien mit einem Feuerlöscher gelöscht werden. Hierfür ist es unerlässlich, dass ein Feuerlöscher verwendet wird, der für den jeweiligen Brand geeignet ist.

Welcher ist der „richtige“ Feuerlöscher für den Haushalt?

brandklassen_158aFür die richtige Auswahl des Löschgerätes muss zunächst ermittelt werden, mit welchem Brandrisiko im Haushalt zu rechnen ist. Hierfür können u.a. die Gardinen, das Sofa, die Tischdecke oder das Bett infrage kommen, aber auch Lacke und Verdünner im Bastelkeller sowie Bratpfanne oder Fritteuse in der Küche. Ausgehend von den vorgenannten Brandrisiken ist also überwiegend mit festen glutbildenden Brennstoffen wie Holz, Papier, Textilien usw. (Brandklasse A) zu rechnen. Aber auch brennbare Flüssigkeiten wie Öl, Benzin, Farbverdünnungen usw. (Brandklasse B) sind häufig vorhanden. Ein besonderes Brandrisiko stellen Brände von Speisefett und Speiseöl (Brandklasse F) dar. Siedende Fette sind nur mit Speziallöschmitteln zu bekämpfen. Das Einbringen nicht geeigneter flüssiger Löschmittel kann durch die schlagartige Verdampfung sogar zur sog. Fettexplosion führen. Brennbare Gase (Brandklasse C) sind relativ selten im Haushalt vorhanden, dürfen aber im Brandfall nur dann gelöscht werden, wenn der Gasaustritt anschließend abgeschaltet werden kann, ansonsten würde eine Explosionsgefahr entstehen.

Brandklasse A
Brände von festen glutbildenden Brennstoffen wie Holz, Papier, Textilien usw.

Brandklasse B
Brände von brennbaren Flüssigkeiten wie Öl, Benzin, Farbverdünnungen und flüssig werdender Stoffe wie z.B. Kunststoffe

Brandklasse C
Gasbrände

Brandklasse F
Brände von Speisefett und Speiseöl

Anforderungen

Welche Merkmale muss ein Löschgerät haben, um im Brandfall den benötigten Schutz zu bieten?

Folgende Eigenschaften sind unbedingt erforderlich:
Das Feuerlöschgerät muss für die vorhandenen Brandklassen geeignet sein.

Die Löschleistung muss die Brandausbreitungsgeschwindigkeit übersteigen, d.h., es muss schneller gelöscht werden können, als der Brand sich z. B. in einer Gardine, einem Weihnachtsbaum oder einem Kartonstapel ausbreiten kann. Hierzu muss möglichst viel Löschmittel in kurzer Zeit ausgebracht werden können.

Der Löschmittelstrahl muss es ermöglichen, die notwendigen Sicherheitsabstände zum Brandobjekt einzuhalten, da sonst der Löschende durch Hitze und Flammen gefährdet wird.

Das Feuerlöschgerät sollte möglichst viel Löschmittel enthalten, um wieder aufflammende Bereiche nachlöschen zu können.

Es ist wichtig, dass die Feuerlöschgeräte auf funktionsfähigen Zustand überprüfbar und wieder befüllbar sind.

Das Löschgerät muss seine Eignung durch eine amtliche Zulassung nachgewiesen haben.

Tragbare Feuerlöscher nach der europäischen Norm DIN EN 3 erfüllen alle vorgenannten Voraussetzungen. Diese sind entsprechend gekennzeichnet, einschließlich der Angabe des Zulassungskennzeichens.

Alle geeignet?

Erfüllen alle Feuerlöschgeräte die DIN EN 3?

Inzwischen sind in manchen Baumärkten und Discountläden Feuerlöschgeräte erhältlich, die als Löschspraydosen, Feuer-Stop, Firekiller oder Ähnliches bezeichnet werden. Es handelt sich hierbei nicht um Feuerlöscher! Diese Art der Feuerlöschgeräte muss nicht auf die Leistungsfähigkeit tragbarer Feuerlöscher nach DIN EN 3 geprüft werden. Sie entsprechen also nicht den Mindestanforderungen der DIN EN 3 und erfüllen keine, oder nur äußerst geringe, brandschutz- und sicherheitstechnische Anforderungen. Diese sog. Löschspraydosen sind meist nicht nur löschuntauglich, sondern können sogar eine Gefährdung des Benutzers herbeiführen.
Tests mit solchen Geräten haben z. T. erschreckende Ergebnisse geliefert:

Geräte, die als fettbrandgeeignet beworben werden, lösen bei einem Löschversuch eines Fettbrandes eine Fettexplosion aus, sodass ein Benutzer schwerste Verbrennungen erleiden und es zu einem erheblichen Sachschaden in der Küche kommen würde.

Die Geräte mit einer Füllmenge von einem ½ Liter haben eine Spritzzeit von 50 Sek., d. h., in 2 Sek. wird eine Löschmittelmenge, die dem Inhalt eines Schnapsglases entspricht, ausgebracht. Die Eindämmung eines Brandes ist mit solch geringer Ausbringrate nicht möglich und birgt somit eine unzumutbare Selbstgefährdung des Benutzers in sich.

Löschspraydosen, die mit der Eignung für die Brandklasse B (z. B. Benzin) werben, zeigen keine Löschwirkung an einem solchen Flüssigkeitsbrand.

Die Spritzweite solcher Spraydosen ist teilweise so gering, dass Verbrennungen der Hand schon beim erforderlichen Annähern an den Brandherd erfolgen.

Die Geräte tragen häufig keinerlei Hinweis auf Herstelldatum, Haltbarkeit oder Einsatzfähigkeit. Im Allgemeinen müssten die verwendeten Löschmittel nach spätestens zwei Jahren erneuert werden.

Die Leistungsfähigkeit solcher Geräte wird mit der Nennung bekannter Abkürzungen, wie TÜV oder DIN ISO beworben. Solche Hinweise haben aber keine Aussagekraft bezüglich der Löschleistung dieser Geräte. Nur durch die Innenministerien NRW und Sachsen zugelassene Feuerlöschgeräte sind geprüft und haben ihre Löschwirksamkeit nachgewiesen.

Fettbrand

Heißes Thema Fettbrand

Fettbackgeräte und Fritteusen sind Geräte zum Frittieren der Speisen in heißem Fett oder Öl. Sie kommen heute in einer Vielzahl von Betrieben ( ca. 70.000/BRD) vor.

* Imbissbetriebe
* Großküchen
* Hotel- und Restaurantküchen
* Kantinen
* Backbetriebe
* Ambulantes Gewerbe auf Jahrmärkten usw.
Keinesfalls darf ein Fett-/Ölbrand mit normalem Wasser gelöscht werden. (Video Fettbrand)
Die Folgen wären verheerend. Das Wasser würde wegen des größeren Gewichtes ins heiße Fett/Öl eintauchen und aufgrund der hohen Fett-/Öltemperatur sofort explosionsartig verdampfen.

Zur Bekämpfung von Bränden in Fritteusen oder Fettbackgeräten müssen geeignete Löschgeräte bzw. –einrichtungen vorhanden sein.
Dies kann z.B. ein Deckel, eine Feuerlöschdecke, ein Feuerlöscher oder eine ortsfeste Löscheinrichtung sein. Neueste Erkenntnisse haben die BGN veranlasst, den vorgeschriebenen Einsatz von CO2-Löschern und Löschdecken im gewerblichen Bereich zu überdenken.

Welche Handfeuerlöscher mit welchem Löschmittel sind für Öl-/Fettbrände geeignet?

Pulverlöscher decken zwar die Brandklassen A+B+C hervorragend ab, sind aber aufgrund der Verschmutzungsgefahr und bestehender Hygienevorschriften im Lebensmittelbereich nicht geeignet.

Wasserlöscher scheiden aufgrund der auslösbaren Explosionsgefahr aus.

Schaumlöscher (herkömmlich mit einer wässrigen Fertiglösung / Premix) erfüllen nur bedingt die Anforderungen zur Öl-/Fettbrandbekämpfung.

Was bleibt ist ein Löscher der konstruktiv in der Lage ist einen hohen Grad der Verschäumung mit großem Kühleffekt zu gewährleisten und der darüber hinaus mit einem speziellen Löschmittel - das mit dem brennenden Öl / Fett ein Emulgat bildet, die Sauerstoffzufuhr einschränkt und somit zu einer Erstickung des Feuers beiträgt.

Lassen Sie sich durch uns beraten, welcher Feuerlöscher für Ihren Betrieb optimal ist!

Quelle: COSMOS

Die Temperaturen des Öl-/Fettbades liegen zwischen 140 und 180 Grad Celsius.
Durch diese hohen Temperaturen kann es beim Hantieren oder durch technische Defekte (Ausfall des Regelthermostaten oder des Temperaturbegrenzers) zu einer Überhitzung des Fettes/Öles kommen. Dies kann sich entzünden und so zu einem sogenannten Fettbrand führen.

Halon

Diese Art von Feuerlöschern, die bis in die 80er-Jahre gebaut und verkauft wurde, ist mittlerweile verboten. Allein schon der Besitz ist unter Strafe gestellt. Halon wird unter Nervengas eingestuft und ist damit laut Betäubungsmittelgesetz verboten. Die fachgerechte Entsorgung übernimmt der Fachhandel.

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