Brandschutz Chiemgau

Wartung

Wann muss ich meinen Feuerlöscher überprüfen lassen?

Fälligkeit

 

Im gewerblichen Einsatz müssen die Geräte alle zwei Jahre geprüft werden, im privaten Haushalt ist dies nicht unbedingt vorgeschrieben. Anders allerdings, wenn Sie einen Feuerlöscher betreiben müssen, wie z.B. bei einer Ölheizung mit Tank. Versicherungstechnisch sollte man aber darauf achten und alle 2 Jahre eine Überprüfung der Feuerlöscher durchführen lassen. Vereinzelt verweigern Versicherungen nämlich die Leistung, wenn sie gegen die Schadensminimierungs-pflicht verstoßen. (Auslegungssache)

Unabhängig von jeder juristischen Betrachtung ist eine regelmäßige Prüfung und Wartung immer sinnvoll. Letztlich geht es um Ihre eigene und die Sicherheit anderer. Es gilt der Grundsatz:

Für den sicheren Einsatz und Betrieb ist die regelmäßige Instandhaltung - spätestens alle 2 Jahre - unverzichtbar!
gueltig_feuerloescher_mielkeWann die nächste Prüfung fällig ist, können Sie leicht am Prüfsiegel auf dem Löschbehälter feststellen.

Was tue ich, wenn das Ablaufdatum erreicht ist?

Entnehmen Sie der Tagespresse, wann in Ihrer Nähe eine Feuerlöscher-Überprüfung stattfindet oder nehmen Sie Kontakt mit uns auf.

Michael Mielke
Bauschberg 1
83370 Seeon
Tel.: +49 8667 879 125
Handy: +49 178 3 384 019

Info@brandschutz-chiemgau.de

Wie ist der Ablauf einer Prüfung?

Die Prüfung bei Pulverlöschern und Schaumlöschern dauert mindestens 5-10 Minuten. In jedem Fall muss das Löschmittel komplett aus dem Löschmittelbehälter entnommen werden. Einzig Kohlendioxidlöscher werden nur nach Gewicht und Funktion geprüft.

Pulverlöscher: Nach längerer Standzeit verklumpt das Pulver; es wird abgesaugt, aufgelockert und wieder eingefüllt. Die Armatur wird wieder eingesetzt und mit einem Versiegelungsaufkleber versehen.

Schaumlöscher: Kontrolle auf Rostablagerungen. Die Komponenten werden kontrolliert (Rostablagerungen, Wasserstand). Bei Bedarf wird das Schaummittel ersetzt.

Druckbehälter: Druckbehälter werden in den seltensten Fällen vor Ort geprüft, da eine Stickstoff-Füllanlage erforderlich ist. Das dauert immer länger als eine Stunde.

Wie kann ich feststellen, dass die Prüfung ordnungsgemäß durchgeführt wurde?
Leider gibt es auch bei den Feuerlöscherprüfern schwarze Schafe. Es gibt einige Merkmale, an denen Sie erkennen können, dass die Prüfung ordnungsgemäß durchgeführt wurde.

Was kostet eine Prüfung?

Wartung von Feuerlöschern: Alle Preise Netto + 19% Mwst

6 kg

ABC-Pulver-Aufladefeuerlöscher

15 €

12 kg

ABC-Pulver-Aufladefeuerlöscher

20 €

6 l

AB-Schaum-Aufladefeuerlöscher

10 €

9 l

AB-Schaum-Aufladefeuerlöscher

15 €

2 kg

ABC Pulver-Aufladefeuerlöscher

10 €

3 l

Fettbrand-Aufladefeuerlöscher

10 €

2/5 kg

Kohlendioxid-Feuerlöscher

10 €

6 kg

ABC-Pulver Druckbehälter

25 €

12 kg

ABC-Pulver Druckbehälter

40 €

6 l

AB-Schaumdruckbehälter

30 €

12 l

AB-Schaumdruckbehälter

30 €

3/5 l

AB-Fettbrand Druckbehälter

15 €

Neu Füllungen nach Gebrauch
24H NOTDIENST für Feuerlöscher und Ölbindemittel/ RWA Anlagen
Neue Feuerlöscher:

3 L Haushaltsfeuerlöscher ink. Fettbrand 99 €

2 KG

Pulver-Aufladefeuerlöscher

59 €

6 KG

Pulver-Aufladefeuerlöscher

99 €

9 Kg

Pulver-Aufladefeuerlöscher

130 €

12 Kg

Pulver-Aufladefeuerlöscher

160 €

6 L

Schaum-Aufladefeuerlöscher

120 €

9 L

Schaum-Aufladefeuerlöscher

149 €

6 L

Gel Feuerlöscher auf Anfrage

149 €

2 KG

co2 Kohlendioxid FL

90 €

5 KG

co2 Kohlendioxid FL

145 €

Preise Netto + 19% MWST zzgl. Paketdienst

für Feuerwehr und Polizei und Gemeinden auf Anfrage

Lieferung Per PaketDienst möglich. Preis Laut UPS zzg.
DPD kein Versand von Feuerlöschern möglich laut Depot 184 Obing
Andere Sachen möglich per DPD
Gls hat auf Anfrage leider keine Reaktion gezeigt. Leider
wir Ihnen gerne ein Sonderangebot.
Fragen Sie einfach nach.
Individuelles Brandschutztraining

1-10 Personen 40 € pro Person zzgl. MwSt.
11-20 Personen 35 € pro Person zzgl. MwSt.
21-30 Personen 30 € pro Person zzgl. MwSt.
31-59 Personen 25 € pro Person zzgl. MwSt.
60 und mehr Personen induviduelles Angebot auf Nachfrage
Je Fettbrandexplosion als Highlight 30 € Pro Vorführung

Wie kann ich feststellen, dass mein Feuerlöscher ordnungsgemäß gewartet wurde?

Wie kann ich feststellen, dass die Prüfung ordnungsgemäß durchgeführt wurde?

Der Prüfer hatt im Normalfall nichts dagegen, wenn Sie bei der Prüfung zugegen sind.
(Ausnahme Druckbehälter s.o.)
Marke Prüfdatum* Monat muss stimmen. Der Prüfer setzt die Marken ordnungsgemäß an: April wäre also z.B. 04 und nicht 07.
Sachkundemarke**
Lassen Sie sich den Prüfausweis zeigen. Die letzte Schulung darf maximal 5 Jahre zurück liegen. (Der Ausweis "Schkundiger" ist nicht mehr aureichend, es muss "Befähigte Person" darauf Stehen!!!)
Es darf maximal für einen Zeitraum von 24 Monaten geklebt werden. Wer für mehr Monate klebt arbeiet nicht nur unseriös sondern macht sich auch der Urkundenfälschung schuldig.
Der Prüfer erklärt Ihnen gerne die einzelnen Arbeitsschritte.
Außer bei Kohlendioxidlöscher ist eine Innenprüfung vorgeschrieben (Marke***).
Ende der Geltungsdauer**** (zu diesem Zeitpunkt muss wieder geprüft werden) NICHT FRÜHER!!!!!
Versiegelungsmarke
Falls ein Austausch von Teilen erforderlich ist, werdern Sie vorher darauf hingewiesen. Bei Pulverlöscherm ist übrigens in den seltensten Fällen ein Austausch des Füllmittels erforderlich. Dichtringe sollten nach mehreren Jahren ersetzt werden, kosten aber im Regelfall nicht mehr als 1 € pro Stück.

Gerade Firmen mit Feuerlöschern im gewerblichen Bereich sollten in Ihrem eigenen Interesse darauf achten, dass die aufgeführten Punkte eingehalten werden. Selbst bei regelmäßiger Prüfung und Wartung kann der Betreiber im Schadensfall, bei nichtfunktionierenden Feuerlöschern, mit haftbar gemacht werden. Sollte Ihnen auffallen, dass die Feuerlöscherprüfung und -wartung nicht ordnungsgemäß durchgeführt wird, verweisen Sie den Prüfdienst des Grundstücks und suchen Sie sich einen seriösen Anbieter.
Ferner haben Sie die Möglichkeit, derartige Vorfälle beim BVBK (Bundesverband Brandschutzfachbetriebe und -kundendienste e.V.) zu melden.

BVBK
Knorrstraße 2
34134 Kassel
Tel.: 05 61/1 61 12

RWA Rauch- und Wärmeabzug

Der Rauchabzug ist ein wesentliches Element des Baulichen Brandschutzes. Bei einem Brand entstehen zum Großteil Wärme, Rauch und heiße Brandgase. Entgegen früheren Ansätzen ist der Rauchabzug vom Wärmeabzug zu unterscheiden. Er leitet Rauch, der im Brandfall entsteht, aus dem Inneren eines Gebäudes nach außen ab.

Sofern aus Gründen der Feuerwiderstandsdauer von Gebäuden auch der Wärmeabzug von Interesse ist, sind im Allgemeinen zum Rauchabzug zusätzliche Maßnahmen zu ergreifen. Aufgrund des Verbrennungsprozesses wirken thermische Auftriebe. Diese Thermik führt dazu, dass die Verbrennungsprodukte (Rauchgase) im so genannten Plume aufsteigen und eine Rauchschicht unterhalb der Geschossdecke bzw. des Daches bilden.

(Manuelle Auslöseinheit für
eine Rauchabzugsanlage)

Die Ziele beim Einsatz von Rauchabzugs-Anlage sind vielfältig. Sie dienen z. B. dazu, Personen die Fluchtwege rauchfrei zu halten oder Feuerwehren den Löschangriff zu ermöglichen.

Anlagen zur Rauch- und Wärmefreihaltung können in den unterschiedlichsten Ausführungen realisiert werden. Es werden maschinelle und natürliche Anlagen unterschieden: Bei maschinellen Anlagen werden die Verbrennungsprodukte über Ventilatoren abgeführt. Bei natürlichen Anlagen werden die Verbrennungsprodukte über Luken (Dach- oder Wandöffnungen) abgeführt.

Beiden Anlagentypen ist gemein, dass die abgeleiteten Gase durch nachströmende Luft ersetzt werden müssen. Dieses kann wiederum auch über Öffnungen in den Außenwänden oder Ventilatoren umgesetzt werden. Hier ist es in der Regel erforderlich, die nachströmende Luft impulsarm, d.h. mit niedrigen Strömungsgeschwindigkeiten (< 1 m/s), einzuführen.

Die Anlagen werden manuell oder automatisch durch Brandmelder bzw. durch eine Brandmeldeanlage ausgelöst.

Wir beraten Sie gern und führen auch alle Wartungsarbeiten aus.

Weitere Informationen rund um das Thema RWA finden Sie hier.
Normung auf dem Gebiet des Rauch- und Wärmeabzugs
Die bisherige Normenreihe DIN 18232 wurde im Rahmen der europäischen Harmonisierung durch die Normenreihe EN 12101 erweitert. Aufgrund der entsprechenden harmonisierten Produktnormen können die Produkte nach der Bauprodukterichtlinie mit CE-Kennzeichen in Verkehr gebracht werden:

* DIN EN 12101-1: Rauch- und Wärmefreihaltung - Teil 1 Bestimmungen für Rauchschürzen
* DIN EN 12101-2: Rauch- und Wärmefreihaltung - Teil 2: Bestimmungen für natürliche Rauch- und Wärmeabzugsgeräte
* DIN EN 12101-3: Rauch- und Wärmefreihaltung - Teil 3: Bestimmungen für maschinelle Rauchabzugsgeräte
* EN 12101-7: Rauch- und Wärmefreihaltung - Teil 7: Entrauchungsleitungen
* EN 12101-8: Rauch- und Wärmefreihaltung - Teil 8: Entrauchungsklappen
* prEN 12101-9: Rauch- und Wärmefreihaltung - Teil 9: Steuerungszentralen
* DIN EN 12101-10: Rauch- und Wärmefreihaltung - Teil 10 Energieversorgung

Die Klassifizierung dieser Produkte aus den Ergebnissen der Feuerwiderstandsprüfungen (Temperatur/Zeit) erfolgt nach der Normenreihe EN 13501.

Die Projektierung von Rauch- und Wärmeabzugsanlagen erfolgt mit

* DIN 18232-2: Rauch- und Wärmefreihaltung - Teil 2: Natürliche Rauchabzugsanlagen (NRA); Bemessung und Einbau
* DIN 18232-5: Rauch- und Wärmefreihaltung - Teil 5: Maschinelle Rauchabzugsanlagen (MRA); Bemessung und Einbau
* DIN 18232-7: Rauch- und Wärmefreihaltung - Teil 7: Bemessung Wärmeabzüge (WA)

WH Wandhydranten

Wandhydranten sind in Gebäuden installierte Wasserentnahmestellen, die zur ersten Brandbekämpfung vorgesehen sind.

In einer meist plombierten Wandnische ist ein Ventil angebracht, an das ein gerollter Druckschlauch mit dem dazugehörigen Strahlrohr angeschlossen ist. In Deutschland dient dazu meist ein formbeständiger Druckschlauch-W, der von Wasser durchflossen werden kann, auch wenn er noch aufgerollt ist. Eine Normierung existiert durch die Norm DIN 14 461.

In Österreich wird eher ein C-Druckschlauch verwendet. Zwar muss er vor dem Einsatz komplett abgerollt werden, dafür ist sein Platzbedarf wesentlich geringer. Sie müssen der Norm ÖNORM EN671 und der TRVB F-128 00 entsprechen.

Versorgt werden Wandhydranten von einer unter Druck stehenden Steigleitung. Wandhydranten werden durch ein Piktogramm gekennzeichnet: früher ein weißes H auf rotem Grund, heute ein symbolisch dargestellter weißer Schlauch auf rotem Grund.

Wandhydranten sind nicht nur für die Feuerwehr vorbereitet, sondern ähnlich einem Feuerlöscher für jedermann zugänglich, um einen Brand in der Entstehungsphase bekämpfen zu können. Häufig sind daher neben dem Wandhydranten auch ein Feuerlöscher und ein Druckknopffeuermelder untergebracht. Der Platz vor einem Wandhydranten muss immer frei bleiben, damit er leicht zugänglich ist.

In der Norm DIN 14 461, Teil 1, werden Wandhydranten seit der Ausgabe 2003-07 in die Typen "S" und "F" unterschieden.

TYP "S" beschränkt sich auf Wandhydranten "zur Selbsthilfe". Die Ausführung des Feuerlöschschlauchs ist zwingend aus einem formstabilen Material (min. 3/4") auszuführen. Die geforderte Wassermenge beträgt nach 24 l/min bei einem Fließdruck von 2 bar bei einem Gleichzeitigkeitsfaktor von 2 Wandhydranten und können somit abweichend den üblichen Installationsregeln der DIN 14 461 mit den Nennweite DN 25 (1") angeschlossen werden. Die Piktogramme sind nach BGV A8 mit einem zusätzlichen "S" zu versehen.

TYP "F" beschreibt die Wandhydranten "zur Selbsthilfe und zum Einsatz der Feuerwehr". Die Ausführung des Feuerlöschschlauchs kann entweder aus formstabilem Material (min. 1") oder aus einem vollsynthetischen C-42-Druckschlauch bestehen. Die Dimensionierung der Steigleitungen wird in der DIN 1988 geregelt, während die nötigen Löschwassermengen der DIN 14 461, Teil 1 zu entnehmen sind. Am letzten Wandhydranten des Steigstranges müssen 100 l/min (6 m³/h) bei einem Fließdruck von 3 bar bei einem Gleichzeitigkeitsfaktor von 3 Wandhydranten bereitgestellt werden. Die Piktogramme sind nach BGV A8 mit einem zusätzlichen "F" zu versehen.

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